PASCRO | Gastartikel - Wie Design Thinking dabei hilft, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen
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Gastartikel – Wie Design Thinking dabei hilft, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen

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Gastartikel – Wie Design Thinking dabei hilft, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen

Posted by PASCRO in Blog

Es ist ein immer wiederkehrendes Problem: Der Kunde wünscht sich etwas, hat aber keine exakte Vorstellung, wie dieser Wunsch im Detail umgesetzt werden soll. Der Auftragnehmer versucht sich an verschiedenen Lösungen, die aber nicht wirklich Anklang finden. Die Ursache hierfür liegt sehr oft in verschiedenen Denkweisen und Vorstellungen, die als Grundlage zur Lösungsfindung herangezogen werden. Das beruht natürlich auf unterschiedlichen Erfahrungen und Ausbildungswegen. Für nicht wenige Firmen sind jedoch neue Ideen und daraus entwickelte Produkte geradezu überlebenswichtig. Vor allem natürlich Ideen, welche den Kunden ansprechen. Doch wie die eigenen Scheuklappen ablegen, um die Sichtweise des Kunden erkennen und umsetzen zu können?

 

Eine gute und inzwischen recht weitverbreitete Methode ist das Design Thinking

Die berühmte Statue des „Denkers“ von Auguste Rodin ist ohne Zweifel ein beeindruckendes Kunstwerk. Bezogen jedoch auf das Design Thinking ist der einzelne, über ein Problem nachgrübelnde Ideensucher klar im Nachteil. Kaum ein Mensch kann allein alle Auswirkungen, Perspektiven und begleitenden Faktoren zu einer Idee erkennen. Daran schuld sind Filter, die jede Person in individueller Weise mit sich herumträgt. An diesen Filtern wird zwar ein Leben lang durch das Bewusstsein und auch das Unterbewusstsein gearbeitet, aber es bleiben Filter, die so manches Argument oder auch Faktoren schlicht aufhalten. Wer also eine Idee hat, entwickelt diese zunächst mit den ihm oder ihr vorgegebenen Filtern. In der Regel besitzt jedoch der Kunde oder der Markt, für den diese Idee gedacht ist, völlig anders gestaltete Filter.

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Mit Design Thinking die Filterfunktion minimieren

Eine ausreichende Marktreife ist heute mehr denn je die Voraussetzung, dass ein Produkt ein Erfolg wird. Die Konkurrenz ist mit ähnlichen Ideen immer in der Nähe und wenn noch nicht, muss die Marktreife des Produkts den Vorsprung bringen, bevor die ersten Nachahmer auftreten.

Die Entwicklung marktreifer Produkte für einen bestimmten Kundenkreis lässt sich mit der Methode des Design Thinking wesentlich effektiver realisieren, als wenn sich ein „Einzelkämpfer“ daran versucht, denn der Kern des Design Thinking ist die Teamarbeit. Wird dazu das Design Thinking richtig angewendet, lassen sich nicht nur Ideen finden, sondern auch gleich bis zu einem Punkt bringen, der den Kunden überzeugt, das aus der Idee entwickelte Produkt zu erwerben.

Dazu gehört unter anderem die Eliminierung aller „Kinderkrankheiten“, welche sonst oft erst im Nachhinein entdeckt werden, mitunter sogar erst vom Kunden, was weder dem Absatz noch dem Image zuträglich ist. Das Design Thinking besitzt aber auch den Vorteil, das Irrwege früh erkannt und so teure Fehlproduktionen vermieden werden. Noch ein nicht zu unterschätzender Punkt ist die unglaubliche Kreativität, die in der Methodik des Design Thinking steckt. Aus einer Idee können sehr schnell viele Ideen werden.

 

Design Thinking – Wie geht das?

Grundlagen für das Design Thinking sind zum einen ein Umfeld, das die Kreativität fördert und unterstützt und zum anderen ein nach bestimmten Kriterien zusammengestelltes Team.
Die multifunktionalen Räume wie auch das Team stellen dabei die ersten zwei Säulen des Design Thinking dar. Die dritte Säule sind die verschiedenen, miteinander interagierenden Prozesse.

 

Was ist unter multifunktionalen Räumen zu verstehen?

Es geht darum, Ideen eine Gestalt zu geben. Es werden folglich Räume benötigt, in denen Entwürfe gefertigt werden können. Das setzt je nachdem eine gewisse Anzahl verschiedener Werkzeuge voraus. Zudem sollte die Möglichkeit bestehen, die umgesetzten Ideen präsentieren und diskutieren zu können.

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Wie setzt sich das Team zusammen?

Bunt gemischt wäre die einfache, aber durchaus richtige Antwort. Erfahrungswerte aus bestehenden Teams zeigen, dass eine Gruppenstärke von 5 bis 7 Personen am erfolgreichsten ist. Sehr wichtig ist, dass sich die Mitglieder des Teams in der beruflichen Qualifikation, ihrem Erfahrungshorizont sowie ihrem Alter und Geschlecht, soweit möglich, unterscheiden. Nur so kann eine zu einseitig ausgerichtete Denkweise verhindert werden.

 

Die 6 Schritte zum Erfolg

Das Design Thinking beinhaltet 6 Stufen der Ideenrealisierung, welche aber keineswegs stur eingehalten werden müssen. Je nachdem kann zwischen den Prozessschritten gewechselt werden.


Nachfolgend die 6 Stufen:

  1. Das Verstehen der Idee
  2. Die Eruierung des Marktes
  3. Die Kundensicht zur Idee ermitteln
  4. Lösungen realisieren
  5. Die Erstellung des Prototyps
  6. Der Test am echten Kunden

 

Am Ende bzw. ganz am Anfang steht dann ein Produkt, das quasi mit allen Wassern gewaschen ist. In die Realisierung sind 5 bis 7 verschiedene Sichtweisen eingeflossen und dies keineswegs nur fachbezogen, wie es bei der normalen Produktentwicklung oft erfolgt, sondern vielmehr anwenderbezogen. Die Teamarbeit aus dem Design Thinking besitzt zudem den Vorteil, dass alle möglichen Fragen des Kunden zu dem Produkt beantwortet werden können, weil sie schlicht schon während des Entstehungsprozesses aufgeworfen wurden. Unter diesem Punkt ist es erwähnenswert, dass die Dokumentation der Produktentwicklung eine große Bedeutung besitzt. Zum einen für den Endkunden und natürlich vielmehr für die Qualitätssicherung in der laufenden Produktion genauso wie für die Zertifizierung oder die Zulassung in den verschiedenen Märkten.

Design Thinking, das bedeutet zwar übersetzt in etwa „denken wie ein Designer“, aber eigentlich ist es eher so, dass jede Idee gemeinsam zu Ende gedacht wird.

 


DenkmotorÜber die Autoren:

Jiri Scherer und Chris Brügger sind Inhaber der Denkmotor GmbH. Sie haben langjährige Erfahrung als Innovationsberater und Kreativitätstrainer und sind Autoren verschiedener Bücher und Artikel rund um die Themen Innovation, Kreativität und Simplicity. In ihren Seminaren und Workshops helfen sie Geschäftsführern und ihren Teams, eingefahrene Strukturen aufzubrechen und den Blick über den Tellerrand zu wagen. Die beiden versichern: „Kreativität kann manchmal ganz einfach sein!“


Fotos: Denkmotor GmbH

19 Jan 2017 no comments

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